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Wissenschaftszentrum Bonn (Foto: Frank Homann)

Von Karabalgasun bis Karakorum:
Aktuelle archäologische Forschungen in der Mongolei

08.09.2026 - K1/K2

Vortrag von Dr. Christina Franken
Deutsches Archäologisches Institut, Bonn

Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei

Vortragsreihe veranstaltet von der
Gesellschaft der Freunde des 
Deutschen Archäologischen Instituts
– Theodor Wiegand Gesellschaft (TWG) – e.V.
im Wissenschaftszentrum Bonn

Die Mongolei ist ein zentrales Archiv der eurasischen Geschichte – von den frühmittelalterlichen Uighurenreichen bis zur Blütezeit der mongolischen Großkhane. Im Fokus des Vortrags stehen zwei der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes: Karabalgasun, die Hauptstadt des Uighurischen Khaganats (8. bis 9. Jahrhundert), und Karakorum, die legendäre Residenzstadt Dschingis Khans und seiner Nachfolger. 

Anhand aktueller Forschungen der Mongolisch-Deutschen Orchon-Expedition (in Kooperation mit der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, der Nationaluniversität Ulaanbaatar und dem Deutschen Archäologischen Institut) werden neue Erkenntnisse zur Stadtplanung, Architektur und materiellen Kultur dieser Epochen vorgestellt.

Blick über den Herrschaftsbereich der alten uighurischen Hauptstadt Karabalgasun (Foto: DAI Marc Riemer)
Foto: DAI Marc Riemer
Blick über den Herrschaftsbereich der alten uighurischen Hauptstadt Karabalgasun

 
Dr. Christina Franken ist Archäologin und Projektleiterin für außereuropäische Archäologie und Kulturerbe am Deutschen Archäologischen Institut. Sie hat mehr als 20 Jahre Expertise in der Erforschung, Restaurierung und digitalen Erschließung archäologischer Stätten in Zentralasien, Nepal und Bhutan. Sie ist auf die Leitung interdisziplinärer Forschungsteams, die Entwicklung nachhaltiger Konservierungsstrategien und die Umsetzung international geförderter Kulturerbeprojekte spezialisiert. Sie verbindet traditionelle Feldforschung mit modernen digitalen Methoden zur Bewahrung des kulturellen Erbes.