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Pioniere

23.01.2023 - 14.04.2023 - Casino

Malerei von Elizabeth Weckes

Zur Ausstellung

Pioniere bauen Brücken, überbrücken unüberwindbar scheinendes Terrain. Die Landschaften sind so stets im Umbruch, Veränderungen werden von Pionieren beobachtet und initiiert.  Und in allem findet Renaturierung statt, trotzt das Leben der Zerstörung.

Die in diesem Frühjahr präsentierte Ausstellung zeigt Naturdarstellungen in denen eben diese Pioniere den Kreislauf des Lebens darstellen.  

Die Ölmalerei ist aber bei aller Abbildhaftigkeit der Darstellung keine oberflächliche Reproduktion biologischer Sachverhalte, wie es etwa eine Fotografie sein könnte. Sie ist weit mehr als das, denn es entstehen sorgfältig komponierte Szenen, die durch bewusst verfremdete Farbgebung, gestische Malerei und ungewohnte Größenverhältnisse zur emotionalen, phantastischen Landschaft werden ohne den Anspruch an Realismus zu verlieren. 

Weitere Informationen zur Ausstellung

Die Pioniere in den Bildern von Elizabeth Weckes bevölkern karge, menschenleere Landschaften. Sie sind eher unscheinbare Akteure, kleine Kräuter, Insekten oder einheimische Vögel. Und doch sind sie die Hauptdarsteller in diesen Szenen.

Sie sind vielschichtig: als Pflanzen erringen sie einen Platz nach einer Zerstörung, ähnlich wie die opportunistische Krähe ihr Überleben an unmöglichen Orten schafft. Pioniere bauen Brücken, überbrücken unüberwindbar scheinendes Terrain. Die Landschaften sind so stets im Umbruch, Veränderungen werden von Pionieren beobachtet und initiiert. Und in allem findet Renaturierung statt, trotzt das Leben der Zerstörung.

Die in diesem Frühjahr präsentierte Ausstellung zeigt Naturdarstellungen in denen eben diese Pioniere den Kreislauf des Lebens darstellen. Mal sind es emsige Bienen, die den Nektar aus den Blüten sammeln, jedoch könnten sie auch auf dem Speiseplan eines Vogels stehen. Und ein anderes Mal kämpfen Vögel um Reviere und in ihrem Gruppenverhalten wirken sie fast menschlich.

Die vielschichtigen Ölbilder, entstehen nach Skizzen von realen Situationen oder Orten und scheinen wie aus einem Geflecht von dünnen Linien und lasierenden Flächen gewoben. Erst in späteren Schichten entsteht die Komposition, in der die einen Flächen und Gegenstände verdichtet werden und andere offenbleiben. Ein Wechsel zwischen dünnen durchscheinenden, fast abstrakten Farbfeldern und festen naturalistischen Bildelementen entsteht. Ein weiterer Kontrast wird in der dynamischen hell-dunkel Gestaltung oder dem Gebrauch von Komplementärkontrasten deutlich.

Die Malerei ist aber bei aller Abbildhaftigkeit der Darstellung keine oberflächliche Reproduktion biologischer Sachverhalte, wie es etwa eine Fotografie sein könnte. Sie ist weit mehr als das, denn es entstehen sorgfältig komponierte Szenen, die durch bewusst verfremdete Farbgebung, gestische Malerei und ungewohnte Größenverhältnisse zur emotionalen, phantastischen Landschaft werden ohne den Anspruch an Realismus zu verlieren. 

Die Bilder von Elizabeth Weckes überraschen durch unerwartete Einblicke und neue Perspektiven. Starke Vergrößerungen machen das Geschehen greifbar und konfrontieren den Betrachter mit einem dramatischen Ausblick auf Bekanntes wie Fremdes in malerischem Duktus.

Elizabeth Weckes
Globe,2022, 125 x 105 cm
Elizabeth Weckes
Gushes, 2022, 100 x 120 cm
Elizabeth Weckes
Renatur, 2021, 60 x 120 cm
Elizabeth Weckes
Summer Roses, 2020, 160 x 60 cm
Elizabeth Weckes
Venturer, 2020, 100 x 125 cm
Elizabeth Weckes
Venturers, 2020, 160 x 60 cm
Frank Homann

Öffnungszeiten

montags bis freitags von 8.00 bis 17.00 Uhr.
Der Eintritt ist kostenfrei.

Ansprechpartner für Ausstellungen

Ausstellungsplanung

Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstr. 45
53175 Bonn

T 0228 302-219
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